Steuer-Glossar
Fristerstreckung
Die Fristerstreckung verlängert die Abgabefrist für die Steuererklärung über den 31. März hinaus — sie muss vor Fristablauf beantragt werden und ist bei rechtzeitiger Einreichung unkompliziert.

Im Kanton Zürich ist die Steuererklärung bis zum 31. März des auf die Steuerperiode folgenden Jahres einzureichen. Wer diesen Termin nicht einhalten kann, beantragt eine Fristerstreckung. Der Antrag muss vor Ablauf der laufenden Frist beim zuständigen Gemeindesteueramt eingehen — nach Fristablauf gestellte Gesuche werden nicht mehr berücksichtigt.
Der Antrag ist unkompliziert und in der Regel online über das kantonale Portal möglich. Eine Begründung wird für die erste Erstreckung normalerweise nicht verlangt. Für weitere Erstreckungen können Gebühren anfallen und es kann eine Begründung nötig sein.
Wichtig: Die Fristerstreckung betrifft ausschliesslich die Einreichung der Steuererklärung. Die Zahlungspflicht bleibt davon unberührt — Akontorechnungen sind weiterhin fristgerecht zu begleichen, sonst laufen Verzugszinsen.
So gehen Sie vor
Der Ablauf ist in wenigen Schritten erledigt — entscheidend ist nur der Zeitpunkt.
- Antrag vor dem 31. März stellen, idealerweise online über das kantonale Portal.
- Referenz- oder ID-Nummer der Steuererklärung bereithalten — sie steht auf dem Zustellbrief.
- Neues Einreichedatum wählen; für die erste Erstreckung genügt in der Regel der Antrag ohne Begründung.
- Bestätigung aufbewahren — sie ist der Nachweis, falls doch eine Mahnung eintrifft.
Was passiert ohne Fristerstreckung
Wird weder eingereicht noch erstreckt, folgt eine Mahnung mit Gebühr und einer kurzen Nachfrist. Bleibt auch diese ungenutzt, schätzt das Steueramt nach pflichtgemässem Ermessen ein — die Ermessensveranlagung.
Diese fällt regelmässig deutlich höher aus als die tatsächliche Steuerpflicht, und sie lässt sich nur mit einer begründeten Einsprache innert 30 Tagen anfechten, bei der die versäumte Steuererklärung gleichzeitig nachgereicht werden muss. Ein Antrag auf Fristerstreckung ist ungleich einfacher.
Fristerstreckung für Treuhänder
Wer die Steuererklärung durch eine Treuhandstelle erstellen lässt, profitiert oft von Kollektivfristen: Anerkannte Vertreterinnen und Vertreter erhalten für ihre gesamten Mandate eine gemeinsame, längere Frist. Melden Sie uns Ihr Mandat rechtzeitig, damit wir Sie in diese Frist aufnehmen können.
Beispiel: Fehlende Bescheinigung im März
Ein Steuerpflichtiger wartet Ende März noch auf die Bescheinigung seiner Pensionskasse. Statt eine unvollständige Steuererklärung einzureichen — was zu einer Auflage und einer Rückfrage führt —, beantragt er am 28. März online eine Fristerstreckung bis Ende September.
Kosten: keine. Aufwand: wenige Minuten. Alternative ohne Antrag: Mahnung mit Gebühr, danach Ermessensveranlagung und eine Einsprache, die deutlich mehr Zeit kostet als der Antrag es getan hätte.
Häufige Fragen zu Fristerstreckung
Wie lange kann ich die Frist erstrecken?
Die erste Erstreckung wird üblicherweise ohne Weiteres gewährt. Weitere Erstreckungen sind möglich, können aber begründungs- und gebührenpflichtig sein. Die konkrete Praxis legt das Gemeindesteueramt fest.
Ich habe den 31. März verpasst — was jetzt?
Reichen Sie so rasch wie möglich ein. Ein nachträgliches Erstreckungsgesuch wird nicht mehr behandelt, aber eine zügige Einreichung verhindert in der Praxis oft, dass es zur Ermessensveranlagung kommt.
Muss ich trotz Fristerstreckung Akonto zahlen?
Ja. Die Fristerstreckung verschiebt nur die Einreichung. Bleiben Akontorechnungen unbezahlt, laufen Verzugszinsen.
Verwandte Begriffe
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